Kapelle

Am 29. Januar 1960 wurde die neue Kapelle des Salesianums Rosental vom Eichstätter Bischof Dr. Joseph Schröffer eingeweiht.

Am 20. April 1958 begannen die Arbeiten zum Bau der neuen Hauskapelle im Salesianum. Am 6. September 1958 wurde der Grundstein gelegt. Der Münchner Architekt Hans Starr übernahm die Planung. Die künstlerische Ausgestaltung erfolgte durch Blasius Spreng aus München. Er verwendete dafür die eher seltene Methode der Enkaustik, eine der Inkonenmalerei verwandte Technik. Die Altarwand, die Beichtstühle, die Türen, der Kreuzweg und die Darstellung des Erzengels Michael an der Rückseite der Kapelle wurden in dieser Technik hergestellt.

Das Altarbild zeigt den menschgewordenen Jesus Christus, der das Feuer der Liebe zur Erde bringt. Der hl. Franz von Sales, der Lehrer der Liebe und Patron der Ordensgemeinschaft, nimmt diese Liebe auf und gibt sie durch sein Leben und seine Lehre weiter.

Tabernakel, Kerzenleuchter, Altarkreuz, die Marienstatue und das Weihwasserbecken sind nach den Entwürfen von Basilius Spreng aus Bronze gearbeitet.

Altarkreuz und die vier Seiten des Tabernakels stellen Geheimnisse aus dem Leben Marias dar: die Verkündigung des Engels, der Besuch bei Elisabet, die Geburt Jesu, Maria beim Gekreuzigten und Maria, die den toten Sohn in den Armen hält.

Bunte Glasfenster geben dem Altarraum eine besondere Weihe, wobei die Farben nach vorne zum Hochaltarbild gleich einem aufgehenden Vorhang immer heller werden und in Weiß einmünden.

Wer die Kapelle betritt, dem begegnet an der Eingangstür der Darstellung des Jesus-Wortes: Wenn du an den Altar Gottes trittst und du erkennst, dass du gegen deinen Bruder gesündigt hast, dann geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder. 

Beim Verlassen der Kapelle wird der Mensch von den drei Erzengeln Michael, Gabriel und Raphael sowie von den Schutzengeln begleitet. 

Die Fensterbilder im Kirchenschiff stellen den Lobpreis Gottes durch all seine Geschöpfe dar: Alles was atmet, lobe den Herrn. Auf der den Fenstern gegenüber liegenden Wand befindet sich der Kreuzweg.

Die Darstellung auf den beiden Beichtstühlen an der Rückseite der Kapelle zeigt das Gleichnis vom verlorenen Sohn, der vom barmherzigen Vater wegzieht, bei den Schweinen landet und bei der Rückkehr vom Vater mit offenen Armen empfangen wird.

Der Boden der Kirche ist geschmückt von Mosaiken des Oblatenkünstlers Benedict Schmitz OSFS. Der Fisch ist das Symbol der Christen. Die Fische strömen nach vorne zum Hochaltar und werden dabei von den Symbolen Glaube, Hoffnung und Liebe begleitet, sowie von der Friedenstaube und dem Meeresstern, dem Symbol für Maria. Ziel des Weges ist Christus, der die Menschen mit der Gabe des eucharistischen Brotes erwartet.

An der Außenfassade, die zur Stadt hin weist, unter dem Kreuz findet sich ein Mosaik des hl. Franz von Sales, das ebenfalls von Basilius Spreng entworfen wurde.

Im Zuge des Um- und Neubaues des Salesianums von 1998 bis 2004 blieb die Grundstruktur der Kapelle nahezu unverändert. Der wuchtige Hochaltar wurde verkleinert und näher zum Volk gerückt. Die vier Seitenaltäre wurden entfernt, der Kreuzweg von der linken zur rechten Wand verlegt und im Altarraum wurde eine neue Orgel eingerichtet, die unter dem Namen "Franz von Sales Orgel" am 15. September 2001 feierlich eingeweiht wurde. Der neue Altar wurde am 16. Juni 2001 vom Eichstätter Bischof Dr. Walter Mixa feierlich eingeweiht. Die Reliquien, die im Altar verschlossen wurden stammen von der hl. Pacifica, dem hl. Valerius und vom hl. Franz von Sales.

Da die Kapelle für die Ordensgemeinschaft allein zu groß wäre, wurde für die Gebetszeiten während der Woche auf der Chorempore eine Wochentagskapelle eingerichtet, deren Altargestaltung von Br. Benedikt Schmitz OSFS entworfen wurde.







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