St. Saras Slumschule in Indien

Licht-Aktion 2002: Für Kinder in Indien


Inmitten des Armenviertels der südindischen Millionenstadt Bangalore stehen zwei Gebäude. „Eine richtige Bruchbude“ würde ein reicher Europäer dazu sagen. Doch über dem Eingang steht in großen Lettern „St. Saras English School“. Rund 300 Kinder werden in dieser Schule unterrichtet. Für sie ist es die einzige Chance, aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen, in den sie hineingeboren wurden. Die staatlichen Schulen Indiens haben im Allgemeinen eine sehr schlechte Qualität. Etwa zwei Drittel der Schüler fallen durch, weil das Interesse der unterrichtenden Lehrer an den Kindern gering ist. Manchmal findet ein regelmäßiger Unterricht überhaupt nicht statt.
In St. Saras ist dies anders. Hier werden die Kinder gleich in drei Sprachen unterrichtet: Englisch als Hauptfach, dann Kannada, die Lokalsprache des Bundeslandes Karnataka, und Hindi, die Landessprache Indiens. Allein die Tatsache, dass die erste Unterrichtssprache Englisch ist, eröffnet den Kindern eine große Zukunft.
Die Leiterin der Schule ist Frau Husna Banu, eine Muslimin. Sie hatte eine sichere staatliche Anstellung und verdiente drei Mal so viel wie jetzt. Vom Elend der Kinder getroffen, gab sie ihre Arbeitsstelle auf und gründete die Schule. Auch einige der 14 anderen Lehrer, die derzeit in St. Saras unterrichten, taten den gleichen Schritt. Die Lehrer gehen durch die „Straßen“ des Slum, um im Müll herumwühlende Kinder aufzulesen und zum Schulbesuch zu bewegen.
Ein Grundsatz gilt dabei vor allem: Jedes Kind, ohne Ansehen des Geschlechts, der Religion oder Kaste, darf diese Schule besuchen. Vor allem für indischen Mädchen ist dies wichtig, da gerade unter den Frauen in Indien der Analphabetismus besonders hoch ist.
Jedes Kind benötigt je nach Altersstufe pro Schuljahr für Schulkleidung, Schulbücher und Schulsachen ca. 75-85 EURO. Frau Husna Banu will nicht, dass die Kinder von vorne herein vom gesamten Schulgeld befreit werden. Das würde, so die Leiterin, die Motivation der Kinder und deren Eltern am regelmäßigen Schulbesuch nicht fördern. Das heißt: Wenn die Schule nichts kostet, dann ist es auch nicht wichtig, dass ich jeden Tag hin gehe. So sollen die Eltern das Schulgeld aufbringen, das sie sich leisten können. Natürlich ist die Armut groß, so dass vielen Kindern überhaupt kein Geld zur Verfügung steht.
Die Oblaten des hl. Franz von Sales übernehmen seit Jahren für durchschnittlich 25 Kindern pro Jahr das Schulgeld.
In der LICHT-Aktion 2002 „Slumschule Indien“ geht es nun darum, noch mehr Kindern dieser Schule, das Schulgeld zur Verfügung zu stellen.
Mit Ihrer Spende machen Sie es möglich, dass ein Kind die nötige Schulbildung erhält, um dem Slum von Bangalore zu entkommen.

P. Herbert Winklehner OSFS

Wenn Sie für die LICHT-Aktion spenden wollen,
richten Sie Ihre Spende bitte an folgende Konten:

Für Deutschland:
Kongregation der Oblaten des hl. Franz von Sales
LIGA-Bank Eichstätt (BLZ 750 903 00)
Kontonummer: 10 760 23 08

Für Österreich:
Kongregation der Oblaten des hl. Franz von Sales,
Raiffeisenbank für NÖ/Wien (BLZ 32000)
Kontonummer: 96-02.747.962

 

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