Solidarität und Nächstenliebe zwischen Christen und Muslime

Licht-Aktion 2012: Für Kinder in Jerusalem

Die Licht-Aktion 2012 bittet um Spenden für eine Schule in der Altstadt von Jerusalem, in der christliche wie muslimische Palästinensermädchen aus armen Verhältnissen unterrichtet werden. Diese Schule hilft nicht nur gegen die Armut, sondern fördert auch das friedliche Miteinander von Christen und Muslimen in der von kriegerischen Auseinandersetzungen geschundenen Heiligen Stadt. Die Direktorin, Schwester Marta, berichtet darüber Folgendes:

Herzlich grüße ich Sie aus Jerusalem. Mein Name ist Schwester Marta und bin für die Schule unserer Lieben Frau von Pilar verantwortlich. Das Ziel meiner Ordensgemeinschaft, der Missionstöchter von Calvaria, ist es, den Armen zu dienen, wo immer wir sind. Hier in Jerusalem wollen wir neben der Hilfe gegen die Armut auch unseren Beitrag für ein friedlicheres Miteinander vor allem unter Christen und Muslimen leisten.

Ziele der Schule

Die Schule unserer Lieben Frau von Pilar wurde 1923 in der Altstadt von Jerusalem gegründet. Es begann mit einer Schule für kleine Kinder, im Laufe der Jahre wurde diese Schule stets erweitert. Heute unterrichten wir von der Grundschule bis zum Abitur (13 Klassen).
Die Schule wurde gegründet, um den ärmsten Mädchen der Gegend zu helfen. Dieses Ziel gilt bis heute. Zweihundert palästinensischen Mädchen, sowohl Christen als auch Muslime, besuchen unsere Schule. Sie werden nach dem offiziellen Lehrplan des palästinensischen Bildungsministeriums unterrichtet. Unser Unterricht umfasst alle in der Welt üblichen Fächer sowie das Erlernen von vier Sprachen, dazu kommen christlicher Religionsunterricht für Christen, Koranunterricht für die muslimischen Mädchen.
Besonderen Wert legen wir auf die ganzheitliche Bildung der Mädchen, darin eingeschlossen ist der Aufbau einer guten Beziehung zwischen den Christen und Muslimen. Dadurch verhelfen wir den Mädchen nicht nur zu einer besseren persönlichen Zukunft, sondern fördern in unserer so konfliktreichen Gesellschaft den Aufbau von mehr Toleranz zwischen den Religionen. Wir bemühen uns um Aktivitäten gegenseitiger Solidarität und Nächstenliebe und fördern gute und dauerhafte Freundschaften zwischen den christlichen und muslimischen Mädchen.

Soziale Lage der Mädchen

Die Eltern unserer Mädchen verdienen ihr Geld meistens durch den Tourismus in der Jerusalemer Altstadt. Sie kümmern sich um die Pilger, arbeiten in den Souvenirläden, fahren Busse, oder arbeiten in Hotels. Ihr Einkommen ist allerdings von der Zahl der Touristen abhängig. Viele verlieren ihren Arbeitsplatz, wenn zu wenig Touristen da sind. Viele Familien erlebten die Kriege von 1948 und 1967 so wie die beiden „Intifadas“. Sie leiden noch heute an den Folgen dieser Auseinandersetzungen. Viele Mädchen kommen auch aus zerrütteten Familienverhältnissen, manche leiden unter psychischen oder physischen Behinderungen.
Da das Einkommen der Eltern nicht gesichert ist, können wir auch verstehen, warum unsere Kinder kaum den kleinen Beitrag für das Schulgeld leisten können. Daher lebt unsere Schule vor allem von den Spenden, mit Hilfe derer wir den jährlichen Schulbetrieb, die Gehälter der Lehrerinnen und Lehrer, Unterrichtsmaterialien, und notwendige Ausstattung finanzieren können. Besonders begabte Mädchen erhalten von uns außerdem ein Stipendium, das es ihnen ermöglicht, nach Abschluss ihrer Schulzeit ein Studium zu beginnen.

Ich danke Ihnen schon jetzt ganz herzlich für alle Spenden, die wir von Ihnen erhalten werden und wünsche Ihnen Gottes Segen.

Schwester Marta Gallo Marín
Direktorin

Wenn Sie für die LICHT-Aktion spenden wollen,
richten Sie Ihre Spende bitte an folgende Konten (Verwendungszweck "Jerusalem 2012"):

Für Deutschland:
Kongregation der Oblaten des hl. Franz von Sales
LIGA-Bank Eichstätt (BLZ 750 903 00)
Kontonummer: 10 760 23 08

Für Österreich:
Kongregation der Oblaten des hl. Franz von Sales,
Raiffeisenbank für NÖ/Wien (BLZ 32000)
Kontonummer: 96-02.747.962



 

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