Wie alles begann ...

Ein Brief führte zur Licht-Aktion

Wir beginnen schön langsam abzustumpfen. Aber manchmal erreicht uns ein Brief, ein Foto, ein Artikel in einer Zeitung, wir wachen auf, und wir wissen, wir wollen und können etwas tun!
So ist es uns vor mehr als einem Jahr, August 1999, mit dem Brief von Yaguine Koita (14 Jahre) und Fodé Tounkara (15 Jahre) gegangen. Vielleicht erinnern Sie sich noch, der Brief geisterte kurz durch die Medien. Auf die allgemeine Betroffenheit folgte schon sehr bald wieder Vergessen. Yaguine Koita und Fodé Tounkara versteckten sich in Conakry, der Hauptstadt von Guinea (Westafrika), im Fahrgestell einer Maschine nach Belgien. Die zwei hatten einen handgeschriebenen Brief dabei:

Ein aufrüttelnder Brief

„Excellenzen, sehr geehrte Mitglieder und Verantwortliche in Europa! Wir haben die ehrenvolle Aufgabe und das große Vertrauen in Sie, um Ihnen diesen Brief zu schreiben und um Ihnen vom Ziel unserer Reise zu erzählen und von unserem Leid – vom Leid der Kinder und Jugendlichen Afrikas. Aber vor allem möchten wir Ihnen respektvolle, liebe und herzlichste Grüße übermitteln.
Im Namen Ihres schönen Kontinents sprechen wir Sie an. Ebenso im Namen Gottes, unseres Schöpfers, des Allmächtigen, der Ihnen alle schönen Erfahrungswerte, Reichtümer und die Fähigkeit geschenkt hat, so gut aufbauen und organisieren zu können, und eigentlich dazu verholfen hat, dass Europa der schönste und bewundernswerteste Kontinent geworden ist. Wir appellieren an Ihre Solidarität und an Ihre Liebesfähigkeit um Hilfe für Afrika.
Helfen Sie uns! Wir leiden wahnsinnig in Afrika. Wir haben große Probleme und zu wenig Rechte für Kinder.
Was die Probleme anbelangt, haben wir: Kriege, Krankheiten, Nahrungsmangel und vieles mehr.
Was die Rechte der Kinder anbelangt, in Afrika, und insbesondere in Guinea, so haben wir wohl Schulen, aber der Unterricht ist oft mangelhaft – außer in Privatschulen, da ist es besser, wenn man sie sich nur leisten kann, was die meisten nicht können. Die meisten Eltern sind arm.
Wenn Sie also sehen, dass wir unser Leben opfern, dann ist es, weil wir alle zu sehr leiden und weil wir Ihre Hilfe brauchen, um gegen die Armut zu kämpfen und um die Kriege zu beenden.”

Yaguine Koita und Fodé Tounkara wurden in mehrere Pullover gewickelt gefunden, erfroren. Wir können ihren Brief nicht vergessen.

Ingrid und Christian Mitterecker

 

Wenn Sie für die LICHT-Aktion spenden wollen,
richten Sie Ihre Spende bitte an folgende Konten:

Für Deutschland:
Kongregation der Oblaten des hl. Franz von Sales
LIGA-Bank Eichstätt (BLZ 750 903 00)
Kontonummer: 10 760 23 08

Für Österreich:
Kongregation der Oblaten des hl. Franz von Sales,
Raiffeisenbank für NÖ/Wien (BLZ 32000)
Kontonummer: 96-02.747.962

 

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