Gute Bildung - Froher Glaube

Licht-Aktion 2013: Für Kinder in Ecuador

Die Licht-Aktion 2013 unterstützt Schulprojekte der Oblatinnen des hl. Franz von Sales im südamerikanischen Staat Ecuador. Schwester Klara-Maria Falzberger OSFS gibt einen Einblick in diese Projekte, in denen vor allem auch armen Kindern und Jugendlichen eine gute Ausbildung ermöglicht werden soll.

Die Provinz Chimborazo ist auch unter dem Namen „Provinz der hohen Gipfel” bekannt, da nicht nur der höchste Berg Ecuadors, der Chimborazo (6310 m), sondern auch einige andere bekannte Gipfel wie der Carihuayrazo, der Altar (5320m) und der Tungurahua auf ihrem Territorium liegen. Mit mehr als 450 000 Einwohnern ist sie die am dichtesten bevölkerte Provinz, in der der Großteil der Bewohner in ländlicher Gegend lebt und von indigener Abstammung ist. Riobamba, die Provinzhauptstadt mit 167 000 Einwohnern,  liegt auf 2754 m Seehöhe. Die Menschen leben zum Großteil von der Landwirtschaft (Hafer, Weizen, Mais, Kartoffeln) und vom kleinen Kunsthandwerk (Leder, Wolle und Textil).

Lernen und Freizeit

Seit zehn Jahren leben und wirken die Schwestern Oblatinnen im „El Belén“, einer Pfarrei von Riobamba in der Pfarrseelsorge, wo sie nicht nur seelsorgerisch, sondern auch erzieherisch und sozial tätig sind.
Vom 6. bis zum 22. August 2012 gestalteten die Schwestern  in Riobamba ein Ferienlager für Kinder zwischen vier und 14 Jahren, an dem 115 Mädchen und Jungen teilnahmen. Alle lernten von allen, denn es gab Workshops in Theater, Tanz, Werken und Handarbeiten und anderem mehr. Natürlich musste der unvermeidliche Lernstoff aufgefrischt werden, um den Schulanfang leichter schaffen zu können,  aber es war ein spielerisches Lernen, das neben schönen Erfolgen große Freude schaffte.
Neben vielen verschiedenen pastoralen Gruppen, die die Schwestern Oblatinnen im El Belén betreuen, ist die Sakramentenkatechese das größte Arbeitsfeld. Heuer bereiten sich etwa 130 Kinder auf Erstkommunion und Firmung vor. Daneben gibt es mehr oder weniger dieselbe Zahl von Kindern, die voll Freude der Infancia Misionera angehören. Besonders in diesem Jahr des Glaubens werden die Schwestern mit 13 Firmhelfern, Elterngruppen und elf Animatoren der Infancia Misionera zusammenarbeiten, um in diesen Jugendlichen den Glauben zu wecken. Auch die neuen Ministranten müssen geformt und begleitet werden, um ihren Dienst am Altar würdig zu gestalten.

Integration der Indios

Alausí, eine kleine Provinzstadt mit 6330 Einwohnern, liegt ungefähr 150 km von Riobamba entfernt, auf einer Seehöhe von 2800 m. Für uns Oblatinnen hat diese Stadt eine besondere Bedeutung, weil sich hier das Wunder ereignete, das für die Seligsprechung von P. Louis Brisson notwendig war.
Bis zum Vorjahr wurden in Alausí zwei Schulen parallel geführt: die Gratisschule Isidro Narváez für Indio-Kinder, die aus den Bergen rund um Alausí stammen und deren Eltern zum Großteil noch Analphabeten sind, und die 1906 eröffnete Schule San Francisco de Sales mit angeschlossenem Internat, in der die Kinder aus dem städtischen Bereich von Alausí und den umliegenden Orten unterrichtet wurden.
  Die 104 Mädchen und Buben, die bis zum Vorjahr die Schule Isidro Narváez besuchten, wurden 2012 mit den 123 Schüler/innen der Schule San Francisco de Sales zusammengeführt, in der ab nun in Parallelklassen sowohl Indiokinder als auch besser gestellte Mestizenkinder betreut werden. 166 Jungen und Mädchen gehen in die Oberstufe des Colegio, das sind die letzten vier Jahre vor dem Abitur.
Am 28. Oktober 2012 nahmen wir vier Indiokinder ins Internat auf, um sie aus einer sehr schwierigen Familiensituation zu lösen. Die Familie ist extrem arm, die Eltern der vier sind Hirten und kümmern sich kaum um ihre Kinder, es fehlt einfach alles, Essen, Kleidung, und noch viel mehr menschliche Wärme und Würde. Die internen Schülerinnen werden sensibilisiert, um verstehen zu können, wie man diesen Kindern begegnen muss, damit sie sich in den für sie fremden Verhältnissen schnell wohlfühlen können.
Warum hat man nach so vielen Jahren diesen Schritt der Zusammenführung gemacht? Weil die Schwestern davon überzeugt sind, dass in der Verschmelzung von zwei verschiedenen Kulturen, ja selbst zwei unterschiedlichen Sprachen und Gebräuchen ein großer Reichtum liegt. Obwohl der Beginn für beide Seiten nicht immer leicht sein wird, schafft diese Zusammenlegung bessere Möglichkeiten für die sonst noch immer ein wenig vernachlässigte Schulbildung der jungen Indios, die sich oft mit oberflächlichen Wissen zufrieden geben.
Auch in Alausí ist die Katechese zur Sakramentenvorbereitung ein fester Punkt im Schulalltag. Am 4. Oktober 2012 begann diese Katechese mit ungefähr 60 Schüler/innen unserer Schule. 30 Kinder entschlossen sich, der Infancia Misionera beizutreten. Beide pastoralen Gruppen werden von unseren Schwestern zusammen mit Laien geführt.

Schwester Klara-Maria Falzberger OSFS

Wenn Sie für die LICHT-Aktion spenden wollen,
richten Sie Ihre Spende bitte an folgende Konten (Verwendungszweck "Ecuador 2013"):

Für Deutschland:
Kongregation der Oblaten des hl. Franz von Sales
LIGA-Bank Eichstätt (BLZ 750 903 00)
Kontonummer: 10 760 23 08

Für Österreich:
Kongregation der Oblaten des hl. Franz von Sales,
Raiffeisenbank für NÖ/Wien (BLZ 32000)
Kontonummer: 96-02.747.962

 

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